Bilder skalieren

Du willst ein Bild verkleinern um es anschließend beispielsweise als Avatar benutzen, aber weißt nicht wie? Dann bist du hier genau richtig, denn hier wird das Verkleinern (=Skalieren) von Bildern mit Hilfe von einigen Freeware-Programmen gezeigt.

Dieser Artikel beschäft sich mit dem Skalieren von Bildern durch Verwendung folgender kostenloser Grafikprogramme. Außerdem wird das Skalieren nach Pixel beschrieben, weshalb das "normale" Paint hier nicht auftraucht. Außerdem sind hier nur Programme aufgelistet, die ein Bild in alle möglichen Größen ändern können und nicht nur in vorgeschriebene, wie zB TinyPic.

Der Artikel beschäftigt sich mit folgenden Grafikprogrammen:


Paint.Net

Paint.net ist ein kostenloser Ersatz zum eigentlichen Paint, hatt aber mehr Funktionen und kann schon mit kostenpflichtigen Programmen wie Photoshop konkurrieren. Als zusätliche Funktion ist es beispielsweise möglich mit Ebenen zu arbeiten.

 Download: Paint.Net

Sobald du ein Bild in Paint.net geöffnet hast oder es eingefügt hast, kannst du auch gleich loslegen.

Du musst nur auf der Kopfleiste auf den Button "Bild" und anschließend auf "Größe ändern". Ansonsten kannst du auch einfach nur die Tastenkombination Strg und R eingeben. Nun erscheint ein neues Fenster.

In diesem Fenster kannst du jetzt viele Größen ändern.

Zunächst einmal die Interpolation: Interpolation ist ein Vorgang der bei der Bildgrößenveränderung den Schärfeverlust bringt. Durch die Wahl der richtigen Interpolation kann dieser Verlust aber recht klein gehalten werden. Zu Empfehlen ist hier Superfein und Bikubisch.

Als nächtes kannst du entscheiden ob die Bildgröße prozentual oder absolut ändern willst. Beim prozentualen Vorgang wählst du aus wieviel Prozent der ursprünglichen Größe, die Grafik nun einnehmen soll. Bei dem absoluten Vorgang verkleinerst du die Grafik indem du zB angibts wie hoch das veränderte Bild sein soll. Die dazugehörige Breite, die dann proportional zur Höhe geändert wird, wird automatisch errechnet solange du "Seitenverhältnis beibehalten" aktiviert hast. Bei den Pixelgrößen kannst du dann eben die neue gewünschte Größe eingeben.

Die Auflösung brauchst du eigentlich nur, wenn du das Bild anschließend Drucken möchtest. Die Auflösungszahl zeigt dir für einen möglichen Druck an aus wieviel Pixeln ein Zoll bzw ein Zentimeter bestehen würde. Zu guter Letzt kannst du ganz unten auch noch die Druckgröße ändern.

Nachdem du deine gewünschen Änderungen durchgeführt hast bestätigst du einfach mit einem Klick auf "OK"


Gimp

Gimp ist wohl von den Freeware-Grafikprogrammen, das Programm mit den meisten Funktionen. An die etwas merkwürdige Bedienung mit keinem übergeordneten Dialogfenster muss man sich jedoch etwas gewöhnen.

 Download: Gimp

Auch bei Gimp beginnts du, nachdem du das richtige Bild ausgewählt und geöffnet hast, damit, dass du auf der Kopfleiste zuerst auf "Bild" und anschließend auf "Bild skalieren".

Auch hier öffnet sich folgendes neues Fenster:

In diesem neuen Fenster hast du nun die Möglichkeit die Größe des Bildes zu ändern. Beim Ändern der Höhe und der Breite ändert sich die Größe des angezeigten Bildes. Außerdem kannst du hier auch die Einheiten ändern, was dir nicht nur erlaubt mit Zoll oder Zenzimeter zu arbeiten, sondern auch deine Änderungen prozentual durchzuführen.

Bei der Änderung der Auflösung ändert sich an dem angezeigten Bild nichts, sondern nur wenn man das Bild ausdrucken würde. Die Auflösung wird übrigens als DPI bezeichnet, welches eine Abkürzung für Dots per Inch also Pixel pro Zoll. Also zeigt die Auflösung wieviele Pixel auf dem Blatt Papier ein Zoll ergeben würden. Dabei ist die X-Auflösung mit der Breite und die Y-Auflösung mit der Höhe gleichzusetzen.

Außerdem ist bei beiden Folgendes zu beachten: Solange die Kette auf dem Button neben den Größen geschlossen ist, wird das derzeitige Seitenverhältnis eingehalten, das heißt, dass sobald du die Höhe änderst, auch gleichzeitig die dazu passende Breite berechnet und geändert wird. Falls die Kette auf dem Button geteilt ist kannst du die Höhe und gleichzeitig auch die Breite nach Belieben ändern, jedoch wird dann das Seitenverhältnis nicht eingehalten, was die Optik des Endergebnisses stark verschlechtern kann.

Dann fehlt nurnoch die Interpolation. Hier solltest du Kubisch auswählen, da dieses die beste Qualität liefert. Wenn alle Änderungen abgeschlossen sind gehst du einfach auf "Skalieren" und schon hat sich die Größe des Bildes verändert.


XnView

Ein Programm, das eher die Bildbetrachtung und nicht die Bildbearbeitung bietet. Bei der Bildbetrachtung ist es jedoch sehr gut und kann beispielsweise ca. 300 Formate lesen.

 Download: XnView

Auch hier musst du, sobald du die richtige Grafik geöffnet hast, auf der Kopfleiste den Button "Bild" anklicken und dann zu "Größe ändern" gehen.

Alternativ kannst du auch einfach gleichezeitig auf S und Umschalt drücken.

Nun erscheint folgendes Fenster:

Als erstes fällt einem im neues Fenster die Standartgrößenauswahl auf. Hier hast du die Möglichkeit die Größe deiner Grafik in eine andere häufig gebrauchte Größe zu ändern. Außerdem kannst du es auch prozeuntel verkleinern oder vergrößern aber nur mit bestimmten vorgegeben Prozentzahlen.

Dann kannst du natürlich die Größe des Bildes mit eigenen Höhen- und Breitenangaben ändern, sowohl prozentual als auch absolut, was man im Einheitenkästechen bestimmen kann, und auch hier kannst du wieder die Druckgröße verändern, und auch hier gibt es die prozentualle und auch die absolute Änderungsmöglichkeit. Bei dem prozentualen Vorgehen gibts du die prozutentuale Größe des neuen Bildes im Vergleich zum Ausgangsbild an. Bei dem absoluten Vorgehen aber änderst du direkt die Höhen- und Breitenlängen. Unter Einheiten kannst du die Auflösung ändern, die die beim Drucken verbrauchte Fläche ändert.

Mithilfe von "Verhältnis beibehalten" ist das Bild von und nach der Veränderungen immer noch in der gleichen Form, da die beiden Längen zueinander proportional verändert werden. Falls du "Dokumentgrößen beibehalten" aktiviert hast kannst du die Druckgröße des Bildes nicht ändern. Und das letzte was du hier noch ändern kannst ist die Interpolation, ein Vorgang bei dem nach der Größenänderung Pixel neu berechnet werden, wodurch aber auch ein Qualitätsverlust ensteht. Wenn du mit deinen Veränderungen fertig bist klicke einfach auf den OK-Knopf.


IrfanView

IrfanView ist wie XnView ein Bildbetrachtungsprogramm und auch IrfanView kann sehr viele Formate lesen, unter anderem auch animierte GIFs.

 Download: IrfanView

Auch bei IrfanView muss man zu Beginn der Skalierung erstmal "Bild" auf der Kopfleiste anklicken und anschließend dann "Größe ändern".

Auch hier gibt es eine alternative Tastenkombination, die lautet: Strg und R gleichzeitig drücken.

Nun sollte ein neues Fenster erscheinen:

Es ist ein recht großes Fenster, welches viele Veränderungsmöglichkeiten bietet. So kannst du auch bei IrfanView die Größe des Bildes absolut oder prozentual ändern und bist bei dem absoluten Änderungsvorgang auch nicht an Pixel gebunden sondern kannst auch mit Zentimeter oder Zoll arbeiten.

Dann mal weiter: Wenn du "Proportional" akiviert hast, dann werden die Größen zueinander proportional verändert, sodass das ursprüngliche Seitenverhältnis das gleiche bleibt. "Schärfen nach dem Resample" solltest du an sich immer aktiv haben, da deine Grafik nach der Interpolation dadurch an Schärfe und somit auch an Qualität gewinnt.

DPI (= Dots per Inch ) ist die Auflösung und muss dich nur interessieren falls du die Grafik mit geänderter Größe ausdrucken möchtest.

Auf der rechten Seite kannst du dann die Größe deines Bildes in eine häufig gebrauchte vorgegebene Größe ändern. Als Extragröße wird auch noch die Bildschirmgröße aufgelistet. Du solltest aber beachten, dass die 1. Option im Gegensatz zur 2. das Seitenverhältnis beibehält.

Unter Methode kannst du die Interpolationsmethode ändern. Die Interpolation ist ein Vorgang bei dem die Pixel neu berechnet werden, also ziemlich kompliziert. Ich würde dir daher hier einfach empfehlen die Standarteinstellungen beizubehalten, da es nur für Fortgeschrittene geeignet ist mit der Interpolation rumzuspielen.

Um die Änderungen nun zu aktivieren musst du nurnoch auf "Ok" klicken.

Imagemagick

Imagemagick ist ein Programm für deine Kommandozeile. Es hat keine graphische Oberfläche und ist vor allem unter Linux oder anderen Unixoiden Systemen, wie Apples OSX oder anderen BSD-Derivaten anzutreffen. Falls du es noch nicht installiert hast, findest du es in der Regel in den Repositories deiner Distribution. Für Ubuntu oder Debian wäre das demnach folgender Befehl:

$> apt-get install imagemagick

Vermutlich heißt das Paket in den meisten Distributionen imagemagick. Benutze also den Paketmanager deines Vertrauens. Beachte, dass du möglicherweise root sein musst, um den Paketmanager zu verwenden. Sieh dafür in die Dokumentation deiner Linux-Distribution. Alternativ können Ubuntu-Benutzer einfach hier Klicken, um das Paket mittels apturl zu installieren.

Lass uns der Einfachheit halber annehmen, du willst ein Bild bild.png verkleinern. Dazu musst du das Programm convert aufrufen, und zwar so:

$> convert bild.png -resize 64x64 bild_klein.png

Die Parameter sind dabei relativ einfach erklärt:

  • Der erste Parameter, bild.png, gibt deine Eingabedatei an.
  • Danach folgt -resize 64x64. Damit gibst du an, dass die neue Größe 64x64 Pixel betragen soll. Wichtig ist, dass du, obwohl du beide Seiten angibst, nur die maximale Größe für die längere Seite an gibst. In der Standardeinstellung behält imagemagick nämlich das Seitenverhältnis bei. Willst du die kürzere Seite angeben, musst du der Größe ein ^ anhängen - -resize 64x64^. Statt einer expliziten Größe kannst du auch Prozentwerte (z.B. -resize 50% für eine Verkleinerung auf die Hälfte) angeben. Außerdem gibt es noch ein paar Flags, die vor allem für die Stapelverarbeitung (find . | xargs ...) interessant sind. Eine genauere Erklärung zu diesen findest du in der offiziellen Dokumentation.
  • Schließlich gibst du an, wohin das Bild gespeichert werden soll. Gibst du den gleichen Dateinamen an, wird das Bild überschrieben.

Sobald du auf Enter drückst, erledigt imagemagick die Arbeit. Wenn alles gut geht, erscheint nach kurzer Wartezeit wieder dein Kommandoprompt ohne weitere Ausgabe. Solltest du einen Fehler gemacht haben, wird dir dies auf stderr ausgegeben. In der Regel siehst du eine solche Fehlermeldung daher einfach auf deiner Kommandozeile.

Übrigens: imagemagick gibt es auch für Windows. Wenn du also viele Bilder vergrößern oder verkleinern musst, wirst du die Möglichkeit, es in Skripten verwenden zu können, schnell schätzen lernen.

An diesem Inhalt haben violedra und Delirium mitgearbeitet.


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