Realistisches Eis spriten

Im folgenden Fanart-Tutorial wird euch an zwei Beispielen Schritt für Schritt erklärt, wie ihr beim Spriting realistisches Eis darstellen könnt.

Arbeitsmaterialien

Folgende Materialien bzw. Programme könnt ihr für das Spriten von Eis verwenden. (In diesem Tutorial wird mit Paint gearbeitet.)
  • Paint
  • GIMP
  • Paint.net
  • Sonstige Grafikprogramme, die mit einzelnen Pixeln arbeiten können

1. Grundform

Zuerst solltet ihr überlegen, wie groß das Eis sein soll. Dafür kann man mit dem Form-Tool von Paint ein Viereck machen. Danach sollte man mit dem Stift einfach grob die Form vorzeichnen. Ich habe hier zwei verschiedene Formen, weil ich euch einen Eisklumpen und einen Eiskristall zeigen wollte. Die Colorations-Technik ist zwar bei beiden weitgehend gleich, jedoch gibt es bei den Outlines einen kleinen Unterschied.

2. Outlines

Für die Outlines nimmt man am besten das Linien-Tool. Sowohl der Kristall, als auch der Klumpen sollen kantig aussehen. Für die Formen, die aus den Inlines gebildet werden, empfehlen sich Vierecke und Dreiecke. Natürlich gehen auch andere Formen, aber: Je mehr Kanten die Form hat, desto aufwendiger wird es! Achtet schon bei den Lines darauf, dass das Objekt ein wenig "Sinn" ergibt. Das ist wichtig für die Coloration später. Die Linien sollten nämlich nicht nur zufällig irgendwo gezogen werden, sondern dem Objekt eine "dreidimensionale" Oberfläche geben.

3. Coloration

Sucht euch vorher die Farben aus, die ihr verwenden wollt. Ich würde 5-7 verschiedene Farbtöne empfehlen. (Die Outlines haben nochmal andere Farben). Füllt dann erstmal das ganze Objekt mit einer Farbe. Ich habe hier die zweithellste genommen. Ihr könnt aber auch mit einer anderen Helligkeit anfangen. Der entscheidende Punkt kommt erst noch!

4. Schattierung 1

Jetzt wirds etwas schwieriger. Schaut euch das Objekt genau an und entscheidet dann, welche Bereiche im Schatten sind, und welche im Licht. In dem Fall kommt das Licht von rechts oben. Füllt dann die Flächen mit der entsprechenden Farbe.

5. Schattierung 2

Nun werden die einzelnen Flächen "schattiert". Achtet hier bitte NICHT darauf, von wo das Licht kommt! Schaut euch an, wo die Kanten der Flächen nach innen gehen, oder wo sich viele Kanten treffen. Auf dem Bild habe ich mal solche "Treffpunkte" markiert. Die inneren Kanten sind besonders bei Flächen zu suchen, die am Rand liegen oder die nicht so viele Treffpunkte haben. Vereinzelt könnt ihr den Oberflächen auch eine Art Struktur geben. Eis ist ja nicht immer ganz glatt.

6. Lines

Meistens werden die Lines eines Pixelarts einfach als Outlines bezeichnet. Eigentlich wird aber zwischen In- und Outlines unterschieden. Hier ebenso. Die Inlines werden ganz einfach weiß, während sich die Outlines an der jeweiligen Farbe der Flächen orientieren. Hier habe ich andere Blautöne genommen. Sprich: Die Flächen sind mit verschiedenen Türkisblautönen gefärbt, während die Outlines eher Indigotöne enthalten. Bei dem Klumpen funktioniert das einfach so, aber beim Kristall muss man genau hinschauen. Schließlich besteht er aus drei einzelnen Kristallen. Deswegen müssen die Oulines des Kristalls in der Mitte ebenfalls mit den Outlinefarben gefärbt werden!

7. Details

Wenn ihr wollt, könnt ihr jetzt noch jeder Fläche verschiedenfarbige Pixel hinzufügen. Ich habe pro Fläche 2-3 verschiedene Farben aus anderen Flächen genommen. Die einzigen Ausnahmen sind die hellsten und die dunkelsten Stellen. Bei den hellsten habe ich weiß (= Inlinefarbe) und bei den dunkelsten das Blau aus den dunkelsten Outlines verwendet. Danach seid ihr auch schon fertig mit eurem Werk!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!

An diesem Inhalt hat Donnerstern mitgearbeitet.


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