MapPainter

MapPainter ist eines der drei beliebtesten Mapping-Programme. Es zeichnet sich vor allem durch seine einfache Bedienung aus, und ist außerdem kostenlos erhältlich.

Kostenloser Download (Version 2.1 Beta)

MapPainter wurde in der aktuellen Version am Anfang des Jahres 2009 veröffentlicht. Es ist jedoch noch nicht ganz ausgereift und es ist unklar ob und wann es eine verbesserte Version geben wird. Nichtsdestotrotz ist es vor allem für Mapping-Einsteiger ein geeignetes Programm. Im Folgenden eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile:

  • VorteilHohe Anfängerfreundlichkeit.
  • VorteilKeine Installation notwendig.
  • VorteilZwei integrierte Pokémon-Tilesets (FRBG und Kyledove's DP-Tileset).
  • VorteilEinfaches Hinzufügen von neuen Tilesets.
  • VorteilVerwendung von mehreren verschiedenen Tilesets pro Map möglich.
  • VorteilVollständig in deutscher Sprache.
  • Nachteil Geringer Bedienungskomfort.
  • Nachteil Keine Füllwerkzeuge für Flächen.
  • Nachteil Keine Rückgängig machen-Funktion.
  • Nachteil Fehlende Unterstützung von mehreren Layern.
  • Nachteil Bereits seit Monaten keine neuen Versionen, jedoch wurde im Februar 2010 bekanntgegeben, dass wieder an einer neuen Version gearbeitet wird.
Mappainter.exe

Um MapPainter zu verwenden, musst du zuerst das Programm herunterladen (zum Download) und anschließend das ZIP-Archiv entpacken (beispielsweise mit dem kostenlosen Programm 7-Zip).

Anschließend öffnest du die Datei MapPainter.exe und du kannst schon beginnen. Eine Installation ist nicht notwendig, allerdings muss das .net-Framework 3.5 auf deinem Computer installiert sein.

Du kannst das Programm natürlich alleine ausprobieren – schließlich ist es recht einfach zu bedienen. Falls du aber eine Anleitung wünscht, findest du in diesem Artikel näheres über die ersten Schritte: Vorbereitung und Tileset-Wahl, das eigentliche Gestalten einer Map und natürlich das abschließende Speichern und spätere Weiterarbeiten.


Erste Schritte: Vorbereitung und Tileset-Wahl

Beim Öffnen kommt zuerst eine Dateiauswahl Tileset öffnen. Hier kannst du problemlos auf Abbrechen klicken, wenn du noch keine eigenen Tilesets hast. In diesem Fall wird bei dir das Programm nach dem Start etwa so aussehen:

MapPainter-Startbildschirm

Zuerst einmal musst du ein passendes Tileset auswählen (Tiles sind die Bildelemente, die du auf einer Map platzierst), mit dem du arbeiten willst. Eine der Stärken von MapPainter ist übrigens, dass man jederzeit das Tileset öffnen kann, auch wenn man bereits an der Map gearbeitet hat. MapPainter hat zwei intergierte Tilesets, welche du über den Menüpunkt Extras -> Tilesetpack -> Pokemonauswählen kannst:

Tileset auswählen in MapPainter

Wenn du mit anderen Tiles arbeiten willst, kannst du unter Datei -> Tileset öffnen auch ein anderes Tileset öffnen, welches du auf deinem Computer gespeichert hast. Alternative Tilesets findest du in unserer Tileset-Sammlung, in zahlreichen Pokémon-Foren oder mit einer Internet-Suchmaschine.

Größe der Map in den MapPainter-Einstellungen festlegen

Wenn du eine neue Map erstellen willst, solltest du zuerst unter Extras -> Einstellungen die gewünschte Größe einstellen. Überlege dir die gewünschte Größe gut, denn du kannst diese später mit MapPainter nicht mehr verändern (dazu müsstest du ein anderes Bildbearbeitungsprogramm verwenden).

Höhe und Breite müssen stets durch 16 teilbar sein. Passenden Größen wären also beispielsweise 16, 32, 48 ... 160, 320, 480, 640 oder 800 Pixel. Übertreibe es nie mit der Größe (wir empfehlen eine maximale Breite von 800 Pixel), denn je größer eine Map, desto mehr Arbeit. Außerdem können übermäßige Größen auch zu Anzeigeproblemen führen, wenn du deine Map gerne anderen zeigen würdest.

Wenn alles vorbereitet ist, kannst du mit dem Mapping beginnen. Für folgende Demo haben wir das integrierte Original-Tileset verwendet und die Größe auf 320 x 320 Pixel festgelegt.


Erste Schritte: Gestalten einer Map

Besonders wichtig ist beim Arbeiten mit MapPainter: du musst immer zuerst den Untergrund erstellen, und erst danach die Elemente darauf. Also zum Beispiel zuerst das Gras (bzw. Strand, Wasser oder Gebirge), und erst danach die Bäume, Steine, Blumen oder Häuser.

Also beginnst du zuerst mit dem Gras. Dazu klickst du zuerst im oberen Fenster von MapPainter auf ein Gras-Feld. Das ausgewählte Tile erscheint links im Programmfester unter aktuelles Tile. Achte zudem darauf, dass du die Auswahl Alpha Kanal verwenden im linken Programmfenster aktiviert hast (ansonsten werden transparente Elemente falsch angezeigt). Das gewählte Tile kannst du nun auf der Map platzieren und diese ausfüllen.

Schritt 1: Untergrund erstellen

Beachte: du kannst mit MapPainter in der derzeitigen Version leider nichts rückgängig machen. Falls du also einen Fehler machst, musst du die betroffenen Felder nochmals mit dem Untergrund übermalen (alternativ kannst du auch regelmäßig deine Map abspeichern).

Anschließend solltest du die Begrenzungen am Rand der Map erstellen - das können beispielsweise Bäume, Gebirge oder Zäune sind. Achte aber immer darauf, dass es mindestens einen Ausgang gibt (schließlich wollen die Menschen dort nicht eingeschlossen sein). Versuche es also erst einmal mit Bäumen. Du musst dabei immer darauf achten, dass die Tiles zusammen passen. Wenn du alles richtig gemacht hast, könnte das so aussehen:

Schritt 2: Abgrenzung mit Bäumen

Wenn der Untergrund und die Abgrenzung fertig ist, kannst du deine Map füllen. Womit du das machst bleibt ganz alleine dir überlassen - je kreativer deine Einfälle, desto besser.

Größe der Auswahl verändern

Für unser Beispiel platzieren wir ein paar Häuser. Wie du vielleicht schon bei den Bäumen bemerkt hast, kann man auch mehrere Tiles auf einmal auswählen. Das ist bei größeren Gegenständen recht nützlich. Du musst zuerst die Größe ändern, und erst danach im oberen Programmfenster die gewünschten Tiles auswählen.

Schritt 3: Häuser platzieren

Schön langsam sollte deine Map konkrete Formen annehmen. Wenn du jetzt deine Map jetzt anschaust, schaut sie aber vermutlich noch recht leer und langweilig aus. Aber keine Sorge, mit den abschließenden Schritten wird das wesentlich besser.

Als letzten Schritt musst du die Dekoration platzieren, um die Leerräume zu reduzieren: Du kannst Wege, zusätzliche Bäume oder Blumen, Schilder, vielleicht einen kleinen Garten vor einem Haus oder einen kleinen Teich platzieren. Mit einem anderen Tileset wären auch Pokémon oder Personen möglich.

Damit die Map schön wird, ist es wichtig, dass sie möglichst natürlich wirkt – vermeide daher zu starke geometrische Muster (vor allem wenn du eine Route in der Natur machen willst). Wenn du das getan hast, dann ist deine Map auch schon fertig – und sieht für deine erste Map schon recht ordentlich aus.

Schritt 4: Dekoration

Vielleicht fehlt deiner Map noch das Besondere, das sie hervorragend macht. Aber am Anfang solltest du erst einmal die Grundfunktionen kennenlernen. Mit dem Original-Tileset bist du aber auch ziemlich eingeschränkt. Wenn du eines der erweiterten Tilesets aus unserer Tileset-Sammlung nimmst, stehen dir gleich viel mehr Möglichkeiten offen.


Erste Schritte: Abspeichern und Weiterarbeiten

Das Abspeichern in MapPainter funktioniert ganz einfach. Unter Datei -> Map exportieren kannst du zwischen mehreren Formaten wählen. Die optimale Wahl für Maps ist dabei das PNG-Format (Menüpunkt Als PNG Datei).

Map abspeichern in MapPainter

Falls du deine Map anschließend veröffentlichen willst, kannst du sie in unserer Fanart-Galerie für Maps unter dem Menüpunkt Bilder hochladen abspeichern. Falls die Map nicht öffentlich sein soll (z.B. für einen Wettbewerb gemacht wurde), kannst du sie mit unserem Upload-Service ins Internet bringen.

Falls du an einer angefangenen Map weiterarbeiten willst, kannst du eine Map unter Datei -> Bild öffnen problemlos wieder laden. Allgemein ist es sehr empfehlenswert, deine Maps regelmäßig zu speichern, falls du grobe Fehler machst, oder irrtümlich das Programm schließst.

Falls nach der Lektüre dieses Artikels zum MapPainter noch weitere Fragen offen sind, kannst du diese gerne in diesem Thema im Forum stellen. Wir werden uns bemühen, deine Fragen so schnell wie möglich zu beantworten!

An diesem Inhalt hat The Libertine mitgearbeitet.


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