Map: „Alles vergessen! Einfach nur...“

Das folgende Bild wurde am 23.07.2013 von Joka eingereicht [alle 160 Werke zeigen].

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Pokémon-Map: Alles vergessen! Einfach nur...

Moin Leude. ich habe mal wieder eine Map für euch:)
Sie stammt aus dem Collab-WB aus dem Bisaboard. Es sollte eine Map zum Thema Sonnenschein erstellt werden, mitsamt einer dazu passenden Geschichte. Ich habe mit Lupin teilgenommen und wir haben den 4. Platz gemacht.

Die Geschichte:

„Ein Erholungsort nur für uns Teilnehmer?“, blinzelte Warren verwundert, als er mit dem Lesen des Briefes vom Pokémon-Liga-Komitee fertig war. Das Dokument war offenbar druckfrisch, denn beim Öffnen kam seiner feinen Nase der Duft von frisch gebrauchter Druckertinte entgegen. Offenbar hatte man gewartet, bis die acht Teilnehmer feststanden, die sich für das KO-Turnier der Liga qualifiziert hatten. Zumindest stellte sich Warren gerade vor, wie seine Freunde Brix und Klarin gerade ihre Briefe öffnen würden, die sie soeben bestimmt gefunden hatten.
Und Tatsächlich hörte er auch die eiligen Schritte von einem Paar Turbotretern, das nur einem Trainer gehören konnte: Brix stolperte, das safrangelbe Papier in der Luft schwingend, keuchend rein und japste einige unverständliche Worte. Warren brauchte einige Zeit, bis er auch im Ansatz diesen Satz heraushören konnte: „Hast du es gelesen?!“
„Das habe ich“, lachte Warren lächelnd, nahm sich seine Mütze vom Kopf und brachte durch ein Kratzen seines dichten blonden Haares, welches an seinen Ohren und Nacken immer mehr zu Seite wuchs, jenes in Unordnung. Brix hingegen dachte nicht daran, sich schon bettfertig zu machen – es war schon nach zehn Uhr abends und der letzte Tag der Qualifikationsrunden war besonders zermürbend für alle drei Freunde gewesen – und rückte seine Hosenträger, welche durch seine Hektik etwas verrutscht war, wieder zurecht.
„Los, komm schon, wir gehen jetzt dahin!“
Warren brauchte leider etwas länger, um seinen Freund, den er aus der Hoenn-Region kannte, zu beruhigen. Sowohl er als auch Klarin aus der Johto-Region würden morgen hingehen; sie alle hätten mit den restlichen fünf Teilnehmern sowieso drei volle Tage Ruhe, die sie beliebig verbringen konnten. Doch trotz seines Vorhabens, diese drei Tage mit dem letzten ernsthaften Training zu verbringen, konnte Warren es sich nicht verkneifen, dieses Lächeln. Auch er freute sich schon.

***


„Wow! Wow!“, konnte Brix vor lauter Aufregung kaum den Mund zuhalten. Auch Warren und Klarin, der nicht einmal an diesem Tag auf seine schwarz-gelbe Mütze zu verzichten schien – eine lange Strähne jedoch wuchs auffällig hervor -, konnten ihre Begeisterung nicht unterdrücken. Anstelle des Aussehens eines städteüblichen Schwimmbades besaß jener Erholungsort einen unbeschreiblich fantastischen Hauch an Wildnis und Zurückgezogenheit mit seinem tiefen See, der von einem weißen Sandstrand umgeben war. Das Wasser glitzerte verführerisch blau in dem gleißenden Sonnenlicht. Noch dazu lag inmitten einer Waldgegend, die man nur nach dem Passieren einer Höhle betreten konnte, die man davor von der Stadt aus erreichen konnte. Rechts vom Eingang, der selber an den Ränden von Menschenhand abgerundet war, führten Treppen zu kleinen Häusern, die offenbar gemietet werden konnten. Warren erinnerte sich, dass man den dreien, kurz bevor sie in die Höhle gingen, gesagt hatte, dass dies normalerweise ein Resort für Urlauber sei. Jedoch hätte man sich beschlossen, die nächsten drei Tage den acht Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

„Brix! Warren! Und vor allem Klarin!“, rief hinter den dreien eine tiefe Stimme und sie alle umschlangen zwei mächtige, muskelbepackte und braune Arme, die die drei Trainer an eine steinern wirkende Brust quetschten. Bodo, einer der anderen fünf Teilnehmer für die KO-Runden, war hinter aufgetaucht und hatte sofort eines im Sinn: „Ihr wollt euch also auch entspannen wie? Tja, leider nicht möglich! Zuerst werdet ihr gegen mich antreten!“
„Aber ... Bodo!“, ächzte Warren, nachdem er sich mit Mühen aus seinem Klammergriff befreit hatte. Jetzt rieb er sich seine Kehle: „Den Teilnehmern ist es untersagt, Pokémonkämpfe außerhalb des Kampffeldes zu führen.“
„Das weiß ich selber!“, winkte der Schwarzgurt-Träger ab und holte aus seinem orangefarbenen Handtuch, welches er um seine Hüfte geschwungen hatte, einen Pokéball hervor und rief sein ebenso vor lauter Kraft strotzendes Machomei heraus. Dieses brachte als ersten Laut ein lautes Brüllen heraus, welches den drei Trainern ein Schauergefühl in ihre Rücken brachte. Dann rührte sich in Klarins Beutel, in dem sich eine Pokébälle befanden, etwas. Ein heller Blitz schoss heraus und landete auf dem Boden, wo er sich zur hünenhaften Gestalt eines Impergators aufbaute. Dieses blitze mit seinen weißen Schlitzaugen feindselig das Pokémon von Bodo an; offenbar fühlte es sich vom Brüllen des Machomeis herausgefordert, was beide mit einem Aneinanderdrücken ihrer Stirne soeben bewiesen. Auch wurde mit den Zähnen geknirscht, was Bodo letztlich auf eine Idee brachte, die er für seine Definition von Wettkampf suchte: „Genau! Du, Klarin, dein Pokémon, meines und ich treten gegeneinander in einem Wettlaufen an. Einmal im und um das Resort herum? Bereit? Auf die Plätze! Fertig ...“
„Hey, Bodo ...“, wollte Klarin mit erhobener Hand einwerfen.
„LOS!“, rief Bodo jedoch laut und sprintete sogleich mit seinem Machomei los, jedoch war dieses mit seiner Stirn an Klarins Impergator gefesselt. Beide konnten daher nicht anders, als Stirn an Stirn nebeneinander herzusprinten, wobei sie jedoch neben Bodo erheblichen Lärm verursachten. Klarin blieb nun nichts anders übrig; trotz seines Vornehmens, mit Warren und Brix abzuhängen, musste er die Herausforderung von Bodo auch annehmen; er würde nach eigener Aussage stets dem Weg folgen, den seine Pokémon gehen würden. Warren und Brix vergnügten sich mittlerweile, nach anfänglichem Murren über den Verlust ihres dritten Mannes, nun zu zweit im See.

„Kann man hier nicht entspannt herum liegen und die Sonne genießen?“, tönte genervt Sirenas Stimme. Sie hatte sich auf ihrem blassblauen Handtuch gelegt und ließ die Sonne auf ihre Haut strahlen. Mit einer Tube Sonnencreme in der Hand wirbelte sie ihren Zeigefinger vor den Nasen der drei Männer, die Warren sofort als Schiedsrichter während der Vorrunden erkannte. Offenbar hatten sie genauso viel Freizeit wie die acht Trainer und durften sich genauso am See aufhalten. Doch Sirena hatte sie offenbar in ihrem Bann, denn der Schönheit wollten nun alle drei den Rücken mit der Sonnencreme einreiben, was sie mit dem Wackeln ihrer Hand angedeutet hatte. Nur stritten sie sich darum, wem diese Ehre zuteilwerden durfte. Obwohl sie genervt aussah konnte man leicht erkennen, dass sie sich über ihre Verehrer freute.

„Sirena hat es gut; wäre ich nur so begehrt ...“, seufzte Conan lächelnd. Er lehnte sich in seinem Liegestuhl auf der anderen Seite des Sees zurück und beobachte das heitere Treiben am Höhleneingang. Dabei rückte er stets seine Hornbrille zurecht, die stets zu verrutschen drohte. Lance saß neben ihm auf seinem Liegestuhl und lächelte ebenfalls über die Energie der drei Trainer, die ihn zu gerne an sich selber in seiner früheren Jugend erinnerten. Nun sah er es mit seinen rund 30 Jahren vor, sich geruhsam zurückzuziehen und viele Dinge ruhig angehen zu wollen. Doch wusste er stets sich zu passenden Zeitpunkten zu entspannen, so warf er Conan einen etwas vorwurfsvollen Blick zu, als er erneut seinen kleinen grauen Kasten auf seinen Oberschenkeln betrachtete.
„Erlaube mir die Frage, aber ist es denn so ratsam, stets deinen Computer mit dir zu führen?“
„Notebook, Lance!“, korrigierte ihn Conan und schob dabei eine Strähne seines langen schwarzen Haares von seiner Nase weg. „Außerdem würde ich gerne meine Beobachtungen von den Kämpfen der Vorrunden festhalten wollen, dann kann ich mir bessere Strategien für die KO-Runden überlegen.“
„Du nimmst deine Berechnungen viel zu sehr ernst ...“, gähnte Lance andächtig und wollte sich nun auch rücklings auf seiner Liege hinlegen, als er zu seinem eigenen Entsetzen das Kreischen dreier junger Mädchen hörte, die sich in den Gebüschen nahe seiner Liege auf die Lauer gelegt hatten. Sie gehörten zu der Art von Fangemeinde, die ihre Favoriten überall hin verfolgen würde. So war der von ihnen ernannte Favorit zutiefst erschrocken über ihre Anwesenheit: „Oh Mist, diese Anhänger wieder! Tut mir Leid, Conan“, rief er, als er von der Liege absprang und in eine andere Richtung als in die der Mädchen in ihren aufreizenden Badeanzügen begab, „aber heute musst du ohne mich auskommen; ich komme wieder, sobald ich sie abgehängt habe!“
Conan hörte, unaufhörlich in sein Notebook starrend, nur noch, wie das Kreischen der drei jungen Frauen während der Verfolgungsjagd leiser wurde, und öffnete in seinem Gerät eine Datei, um eine Bestätigung einer elektronischen Berechnung zu verfassen: „Die Berechnung, dass ich heute von den Frauen vollkommen übersehen werde: 100% korrekt!“

„Hmph, alles Kinderkram!“, schnaubte Raphael verächtlich. Er war als einziger von den acht Teilnehmern nicht am See erschienen. Ihm war so eine Atmosphäre zuwider, und er zog es vor, in Seitenstraßen seine nächtlichen Überlegungen freien Lauf zu lassen. Eigentlich schätzte er es, wenn er Gesellschaft bekam. Doch er wollte es an diesem Tag unter solchen Umständen nicht zeigen lassen. Auch generell würde er es nie offenkundig zugeben, irgendwelche Werte in solchen Gemeinschaften zu legen. Für ihn zählte fast nur eines: Stets der Beste zu sein, in jeder Art von Gemeinschaft, die er beizutreten vermochte. Daher sah er in alles und jedem einen einen Konkurrenten.

Doch was war das nur an jenem Tag? Als sieben der acht Trainer, die sich qualifiziert hatten, ihren Spaß am See hatten, auch wenn dieser Begriff sich aus verschiedenen Perspektiven dehnen lässt. War nicht alles vergessen, was mit dem purem Ernst zu tun hatte? Sollte man einfach nicht alles abschalten und einfach nur das Hier und Jetzt genießen? Oder einfach seiner größten Leidenschaft nachgehen?

„Transkription meiner Gedanken an mich selber ...“, murmelte Conan, in sein Notebook tippend. „Lances Ratschlag befolgen: Einfach mal abschalten.“



Mit der Map bin ich eigentlich ziemlich zufrieden, da sie so ist wie ich sie haben wollte, auch wenn sie nicht perfekt ist. Die Farben des Sets wurden hier sogar absichtlich so bearbeitet. Es sollte schön grell wegen der Sonne wirken.


Das wars dann auch.
Ich würde mich über ein paar positive Kommentare freuen, ud ein paar Bewertungen sind sicher auch drin. Beachtet dabei bitte jedoch, dass ich aufgrund der Geschichtee einige Vorgaben hatte, die es zu beachten galt ;)

Credits: WesleyFG, Ultimospriter, Mepotes
mfG
Joka

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# von Joka am
Danke^^
Das war es so in etwa auch, was ich noch gerne verbessert hätte. Die Übergänge überall zu verdecken sah aber mMn auch nich so gut aus.
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# von Trike Phalon am
schöne (auch wenn etwas veriwirrende) FF :D

aber zu map:
Technisch wirst du immer besser. die Baumstellungen werden natürlicher und dichter.
Jedoch bin ich kein allzugroßer Fan des Tilesets :/ (auch wenn die farben net mehr so hell sind).
Die Umsetzung ist dir aber ganz gut gelungen. Das Resort sieht sehr schön aus und der see ist dir auch gelungen. Der wald ist auch natürlich. Jedoch stört mich eine Sache ÜBELST. Und zwar diese dunkellilanen teile (name ist mir entfallen). Die sollten man nur in Teilen des Resorte finden aber außerhalb davon passen die einfach net. da hättest du lieber die normalen berg-übergänge nehmen sollen und beim wechsel von Bergebene zum anderen einen Baum dahin packen sollen. Dann kann man an den wechsel auch nichts mehr bemerkern. und für ein wald gebiet fehlt mir bei dem Teil oben rechts noch ein paar Bäume.

sonst ganz gut und mach weiter so. 4/5

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