Map: „Super Nova“

Das folgende Bild wurde am 23.07.2013 von Glutexko eingereicht [alle 58 Werke zeigen].

Dieses Bild wurde wegen seiner übermäßigen Größe verkleinert. Die Darstellung unten ist daher möglicherweise verzerrt. Bild in Originalgröße ansehen.

Pokémon-Map: Super Nova

Auch ich habe an dem Collab (Mapping & FF) im BB teilgenommen – zusammen mit dem FF´er Galahad. Thema war es, eine Map zum Thema Sonnenschein zu erstellen. Uns beiden war gleich klar, dass wir keine 0815-Sommersonnen-Geschichte/Map machen wollten. Ich bin dann auf die Idee gekommen, irgendetwas über ein Pokemon, welches etwas mit der Sonne zu tun hat, zu machen. Und was liegt da näher als Ramoth, was ja sogar als Spezies/Art Sonne hat? Dann haben wir beide ein wenig gegrübelt und Galahad ist auf die Idee gekommen, dass Lauro die Asche seines alten Partnerpokemon ins Meer wirft und …..

Ich will jetzt nicht zu viel erzählen/schreiben, also lest euch die, mMn sehr schöne, Geschichte durch.

Super Nova


Knirschend schob sich der von Wellen durchnässte Sand an dem ledernen Mokassin vorbei und formte einen schrägen Fußabdruck im Sand, der schon bald wieder von dem schleichenden Wasser überzogen wurde und kaum noch erkennbar war. Die flammrote Frisur hing schlaff, aber in allen Richtungen über seinem hängenden Hals, der teure Poncho wippte ruhig bei jedem trägen Schritt, den sein Träger schaffte und der Glanz der feuchten Augen übertraf selbst das Glitzern des weiten Ozeans, der sich vor ihm ausbreitete. Quälend langsam entschwand eine kräftige Hand aus dem verzierten Übergewand, wischte die angestauten Tränen aus den Augenhöhlen und fuhr durch die zotteligen Haare, die von blutrot in zartorange übergingen und nur noch als träge Zacken das sonst so markant dunkle Gesicht wie ein Kreis aus lodernden Feuerzungen umrahmten. Kreidebleich waren seine Züge; wären nicht die Haare gewesen, würde er mitsamt seiner beigefarbenen Kleidung in den hellen Sandfarben des Strands verschwinden.
Die Meeresbrise kühlte seinen von Trauer und Tränen ermüdeten Körper, was in diesen Tagen auch bitter nötig war: die Sonnenstrahlen brannten eine Hitze in die Luft, wie es sie nur selten gab, der noch trockene Sand glühte förmlich unter seinen Sohlen und die Wesen des Meeres verließen erst gar nicht das kühlende Nass. Ohne dem nur bedingt schönen Wetter auch nur einen winzigen Platz in seinen Gedanken zu gewähren, lief Lauro weiter auf das Meer zu, das sich noch weit bis hinter dem Horizont erstreckte. Jeder einzelne Schritt war so schleppend dass es sein letzter hätte sein können. Mit jedem Fuß, den er vor den anderen setzte, kehrten salzige Wassertropfen schneller und schwerer in seine ebenholzbraunen Augen zurück.
Als er schließlich am äußersten Rand der Küste stand, den streichelnden Wellen so nah, verließ ihn Stolz und Ehre. Seine Beine knickten kraftlos ein, auf Knien und Handballen gestützt fiel er auf den durchnässten Sand. All die Verzweiflung, all die Traurigkeit, die sich schon die ganze Reise tief und tiefer in ihn hineinfraßen, eroberten Sinn und Verstand. Schluchzend gab sich Lauro den Tränen hin. Sie rannen das ungepflegte Kinn herunter und tropften auf den grauen Matsch, worin sie spurlos verschwanden. Das war also der Preis für all das verführerische Glück, all die vergängliche Freude, die ihm seit Jahren das Leben versüßten; das alles schien so unwichtig, so belanglos im Moment größten Schmerzes und Lauro bereute jede Sekunde, in der er zuließ, dass er diesem Wesen sein ganzes Leben schenkte. Und das Wesen ihm sein eigenes.

Er biss die Zähne zusammen, sammelte Kraft, um wieder aufzustehen und bald konnte er sich wieder sicher auf die Beine stellen. Den Dreck an seinen Händen streifte er beiläufig an seinem Poncho ab und zwang er sich selbst dazu, wieder normal zu atmen. Mit einer groben Bewegung der Hand verschwanden die letzten Tränen aus seinem Gesicht und seine Haut bekam sogar wieder mehr von ihrem ursprünglichen, dunklen Ton zurück. Lauro stellte sich breitbeinig und aufrecht hin, schloss die Augen und atmete geduldig Wind und Salz des Meeres ein, was ihm pfeifend durch die rotgoldene Mähne flog. Einzig Meer und Brise bildeten seine einsame Welt, alles andere um ihn herum verlor Priorität und Zweck, all das Vergängliche um ihn herum war für den Moment gestorben und vorbei. Es tat ihm gut, sich seiner selbst und der Rolle in der Welt bewusst zu werden. 
Wir alle vergehen einmal; Menschen wie Pokémon. Wir können noch so wichtig sein, Leben und Tod behandelt uns gleich.

Aprubt öffneten sich die etwas faltigen Lider wieder über den noch glänzenden Augen und ohne auch nur den Hauch von Gefühlen im Gesicht griff Lauros Hand unter seinen Poncho und zog einen schlichten, etwa faustgroßen, uneindrucksvoll verschnürten Beutel hervor. Sorgfältig nahm er ihn in seine rauen Handflächen und ging einige Schritte weiter in den kühlenden Wellengang, als das Wasser bis zu seiner knielangen Baumwollhose schwamm, blieb er stehen und zog ohne Eile den Senkel, der das Tuch zusammenhielt, auf. Der Beutel zerfiel widerstandslos in ein gewöhnliches Tuch, das allerdings mit einem pechschwarzen Staub bedeckt war. Lange blieben die nussbraunen Augen an der Asche haften, die im Lederbeutel umschlossen gewesen war, seine ganze Reise lang an seiner Brust. Ein Lächeln kitzelte seine Lippen und die Reste betrachtend dachte der Champ an die alten Zeiten zurück, wie er – Seite an Seite mit dieser Kreatur – gekämpft, gesiegt und gelernt hatte. Die grünen Federn des schlanken Körpers flatterten im Wind, als es mit weißen Schwingen zum Kollisionskurs ansteuerte; in seinen naiven Träumen wird er wohl ewig leben. Matt lächelnd kippte Lauro seine Handflächen in die Schräge, die pechschwarzen Körner rieselten langsam herab und fielen in den Meeresschaum. Die dunklen Augen sahen ihnen noch lange nach, doch die konnten die Asche schon gar nicht mehr zwischen Wasser und Matsch erkennen. Ohne nachzudenken ließ Lauro das Ledertuch ins Wasser fallen, und griff erneut unter den kratzigen Filz seiner Oberbekleidung und holte eine pfirsichgroße Kapsel heraus. Sie war weiß-rot und ein ebenso weißer Bereich trennte Ober- und Unterseite voneinander. Sein erster Pokéball. 
Er fühlte sich so freundschaftlich, so vertraut zwischen seinen Fingern an, als wäre er durch die Jahrzehnte etwas Besonderes geworden; vielleicht war er das auch. Unbeeindruckt bemerkte der erfahrene Trainer, dass der Ball sich nicht mehr schließen lies, die beiden Hälften hingen lose aneinander, als warteten sie geduldig auf das, was sie eigentlich aufzubewahren pflegten. Er holte mit seinem muskulösen linken Arm weit aus und schleuderte den Pokéball in den Ozean hinaus. Mit einem leisen Ploppen tauchte die Kugel ein, erschien aber bald wieder schwimmend an der Oberfläche. Lauro ließ von Schmerz und Trauer befreit den Kopf hängen und atmete erleichtert aus, er war fast schon stolz dass er seinem langjährigem Kampfpartner so in Würde die letzte Ehre erweisen konnte. Ohne den Kopf zu heben, drehte er sich um und watete aus dem Wasser. Er setzte seinen nassen Mokassin wieder auf trockenen Sandboden und richtete sich wieder gerade auf, um den Heimweg anzutreten. 

Tödliche Hitze peitschte auf seine Haut, gleißendes Licht fraß an seinen Augen; unvorbereitet fiel der Trainer auf die Knie und griff instinktiv nach einer weiteren runden Kapsel, in der ein Wesen schon voll unbändiger Kampffreude zappelte, doch Lauro behielt den Pokéball geduldig in seiner Hand und richtete seinen Blick nach vorne, von wo Feuer und Licht gekommen waren. Die Strahlen hatten an Intensität verloren und die Flammen waren schon gar nicht mehr zu sehen, doch die Luft flimmerte noch immer und einige Meter vor dem knienden Attackierten glühten die Sandkörner noch feuerrot wie Magma. Umgeben von einem Kreis aus schmelzendem Sand, flog dort ein Wesen, nein, es flog nicht, es schwebte geradezu über dem Erdboden, indem es ruhig mit seinem abendroten Flügelpaar vor- und zurück schlug. Die drei einzelnen Teile eines Flügels waren geschwungen und liefen spitz zu, dunkle Brandflecken, die das Wesen nicht im geringsten bekümmerten, waren über den scheinbar mit dünnen Härchen besetzten Schwingen verteilt. Doch erst als der Trainer den Torso des Angreifers musterte, wurde ihm klar, was da vor ihm stand. All die Vorurteile gegenüber Käfer-Pokémon verdampften angesichts dieses Stolzes und dieser Anmut, mit der der riesige Falter die trockene Landschaft zierte; selbst die grünenden Bäume, die über den rostbraunen Klippwänden thronten, wirkten im Gegensatz zu dem Feuerwerk an Temperament, das den Boden schmolz, tot und bleich.
Aus dem schneeweißen Haarkleid, das den stämmigen Körper umhüllte, stachen die verengten Augen in majestätischem Saphirblau ruhig und dennoch voller Leben heraus, wie zwei letzte, wunderschöne Funken des Lebens in tosendem Inferno. Kastanienbraun traf wasserblau; beide Blicke erwiderten einander ohne nur den Hauch von Rivalität. Plötzlich sah Lauro in den leuchtenden, einfarbigen Augenschlitzen das, das er verloren glaubte. Das Leben schloss wieder seine Finger um den verzweifelten Champ. Kampfbereit beugte der flammende Gegner sich nach vorne, Lauro richtete sich wie von selbst auf, konnte aber den Blick nicht von dem Augenpaar wenden, all die Kampfeslust, die herausschimmerte, all das Leben, das er lange gesucht hatte. Hier in einem einzigen Pokémon fand er es. Noch immer fasziniert von der ihm unbekannten Kreatur, strich sich der Ureinwohner das leuchtend farbige Haar nach hinten und griff ein letztes Mal unter seinen Filzmantel, während er die Kapsel zwischen seinen Händen ungeduldig zwischen den Fingern balancierte. Sein Widersacher wartete, was Lauro ohne einen Blick in seine Richtung auffiel. Normale Pokémon warten nicht auf ihren Gegner. Sie überfallen dich überraschend, um dich – als Eindringling – zu bekämpfen. Oder Schlimmeres. Dieser Kampf schien andere Ziele zu beinhalten, hier ging es um Stärke und Lernen. 
Tatsächlich! – Lauro zog einen letzten, leeren Pokéball hervor und behielt in fest umklammert in seiner Rechten. Er lächelte gespannt und blickte den riesigen Schmetterling herausfordernd an, ein absolut identischer Blick blitzte in den blauen Augen seines Gegenübers auf. Lauro fühlte sich schon jetzt so lebendig wie selten zuvor, überglücklich blickte er von der leeren Kapsel im festen Griff seiner Hand zu diesem neuen Feuerwesen. Er nahm nochmals seinen bereits bewohnten Ball zur Hand, und schleuderte ihn vor ihm auf den Boden. 
„Los, Shardrago!“



Auch wenn die Arbeit am Ende ,,nur´´ 4 Punkte (bei der Konkurrenz ist das ja auch nicht so schlecht) geholt hat, kann ich trotzdem viel Positives daraus mitnehmen. Zum einen erfährt man, wie Nicht-Mapper zu der Map stehen, zum anderen hat es viel Spaß gemacht, mal mit anderen Leuten zu arbeiten.

So, und jetzt dürft ihr die Map kommentieren. Beachtet allerdings, dass ich die Map so angefertigt habe, dass sie gut zur Geschichte passt (ist mir glaube ich gelungen ;D). Auch die Leere ist beabsichtigt, da der Fokus allein auf Lauro und Ramoth liegen soll(te).

Credits: BoOmxBiG, Red-eX, Alistair, Hydragirium, Jupiter, mepotes, Joka, zetavares (Gaia), U-seigel, EvolinaX, nsora96, Pokefreak, WesleyFg, kymotonian/Kyle-dove, Rverah-duh, speedialga, Platinum Tyrant, Spacemotion, alucus, pokemon-diamond, kizemaru-kurunosuke, danerdydude, KageNoSensai, klnothincomin, anutter, epicday, thurpok, ultimospriter, iconforeverxshoddybattle, dewitty, minorthreat0987, tyranitardark, princelegendario, takaiofthefire, HekelGrande, Sagaxxy

Kommentar verfassen

Melde dich an, um ein Kommentar zu erstellen!

Avatar
# von Joka am
Da ich an dem WB ja auch mitgemacht habe (und zu wenig Kommentare in diesem Monat geschrieben habe) fühle ich mich verpflichtet hier auch etwas zu kommentieren.
Grundsätzlich ist das schon eine Map auf ziemlich hohem Niveau. Die Details wurden gut verteilt, du hast nen ordentlichen Eyecatcher, keine zu geraden Linien und eine ordentliche Struktur. Jedoch habe ich auch noch zu Trikes kritik ein paar subjektive Dinge meinerseits zu ergänzen.
Du hast ja gesagt, dass die leere beabsichtigt ist um Lauro in den Mittelpunkt zu rücken. Dann sollte er aber mit dem Ramoth wirklich mittig in der Leere stehen. Da wäre eine kleine Landzunge (heist das so?) besser gewesen, die dich Lauro mit der Asche weiter nach untenr setzen lassen würde.
Dann finde ich, dass es gerade das tolle an den 5.Gen Sprites ist, dass sie mehr Posen haben als die Laufanimationen. Für Lauro gibt es zB auch eine (meine ich zumindest mal gesehen zu haben) die den Kopf gesekt hat und an die Seite guckt. Die würde mMn besser passen, da sie aussieht als würde sie trauern.

Was mir dann auch noch nicht gefällt, ist das hohe Gras. Die Tiles grenzen sich mMn nicht genug von dem Wald ab und lassen den Weg nicht so richtig nach Weg aussehen.

Das wars auch schon.
mfG
Joka
Avatar
# von Trike Phalon am
schöne story zur map :>

aber ich bin nicht hier um die FF sondern die map zu kommentieren. Technisch ist sie ganz ok. Keine fehler, schöne Baumstellung. nur finde ich die Steine im Wasser nicht passend. das Meer wirkt so lineless dadurch Während der rest der Map mit lines arbeitet. das passt natürlich nicht sooo ganz. Dann muss ich bei dem Strand noch etwas bemängeln. Dort sind die Sachen wie Strandgras nicht ganz passend da der Boden so komplett anders ist als der des Strandes (Mein fehler :p).

Das sind eig alle Kritikpunkte. sonst ist die map ganz ok. 4/5 weil die Lineless Wassersteine iwie gar nicht gut aussehen mit dem ganzen Lines-zeugs ^^